29 2010
Herzinfarkt-Früherkennung kann lebensrettend sein
Auf der Liste der Todesursachen steht der Herzinfarkt weltweit auf einem der vordersten Plätze. Eine Früherkennung kann nicht nur lebensrettend wirken, sondern den Infarkt mitunter auch komplett verhindern.
Knapp 60 Millionen Menschen erleiden weltweit jedes Jahr einen Herzinfarkt – so die Erkenntnisse von verschiedenen Experten. Nicht immer enden solche Erkrankungen allerdings tödlich, auch weil in vielen Fällen eine wirksame Früherkennung greift und so das Schlimmste bereits im Vorfeld verhindert werden kann. Verursacht wird ein Infarkt durch eine Verengung der Herzkranzgefäße, kleine Blutgerinnsel, die sich in der Folge bilden, führen dann oft zu einem vollständigen Verschluss des Gefäßes, was wiederum den eigentlichen Herzinfarkt auslöst. Als Risikofaktoren gelten nicht nur Übergewicht oder übermäßiger Nikotin- und Alkoholgenuss, sondern beispielsweise auch Stress und mangelnde Bewegung. Wer also zur Risikogruppe zählt, der sollte bereits frühzeitig vorbeugen, beispielsweise durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten oder regelmäßige Untersuchungen bei einem Kardiologen, der medizinische Möglichkeiten zur Früherkennung hat.
So können beispielsweise Auffälligkeiten bei einem Belastungs-EKG auf Herzprobleme hinweisen. Eine weitere Möglichkeit zur medizinischen Früherkennung ist die Untersuchung mit radioaktiven Substanzen, das sogenannte „Myokardszintigramm“. Eine solche Untersuchung deckt Mangeldurchblutungen auf, die ein Vorbote für einen Herzinfarkt sein können. Eine Herzkatheteruntersuchung kann dann das Ausmaß der mangelnden Durchblutung sichtbar machen, sodass ein Gegensteuern noch rechtzeitig möglich ist, bevor es zum eigentlichen Herzinfarkt kommt.
Doch nicht nur Ärzte können die Anzeichen für einen Infarkt frühzeitig erkennen. Auch die Patienten selbst können die ersten Anzeichen eines Herzinfarktes durchaus beobachten. Atemnot, ein schneller und flacher Puls, Brustschmerzen oder ein Druckgefühl hinter dem Brustbein sind deutliche Warnzeichen, die die Früherkennung eines Infarktes möglich machen. Allerdings müssen die Patienten solche Anzeichen nicht nur erkennen, sondern auch ernst nehmen. Auch Magenverstimmungen gepaart mit körperlichen Erschöpfungszuständen können erste Anzeichen für einen drohenden Herzinfarkt sein. Besonders bei Frauen treten die beiden letzten Symptome gehäuft auf.