14 2010

Mit dem Scanner einfach Dias und Fotos digitalisieren

Trotz der allgegenwärtigen Digitalkamera gibt es wohl niemanden, der nicht noch herkömmliche Fotos oder Dias im Schrank hat. Um diese für die Zukunft zu archivieren, empfiehlt sich die Digitalisierung per Scanner.

Wer seine Dias und Fotos digitalisieren möchte, der muss kein Bildbearbeitungsprofi sein. Heute erleichtern spezielle Geräte die Umwandlung des analog angefertigten Bildmaterials in die digitale Form. Anschließend können die Bilder zur Archivierung auf der Festplatte gespeichert oder auf eine DVD gebrannt werden.

Die am weitesten verbreitete Methode zur Digitalisierung von Fotos ist das Einscannen. Die Technologie in diesem Bereich hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erfahren. Der so genannte Handscanner, der langsam über das zu digitalisierende Bild gezogen werden musste, wird heute durch praktische Flachbildscanner ersetzt. Das Foto wird auf die Glasplatte des Gerätes gelegt und durch Sensoren von unten abgetastet. So wird ein Verrutschen des Dokuments verhindert. Die Ergebnisse können sich sehen lassen – vorausgesetzt, es wurden die richtigen Einstellungen gewählt. Wichtig ist hier vor allem die dpi-Anzahl. Die Abkürzung dpi steht für „dots per inch“, also die Punktdichte der Ausgabedatei. Diese entscheidet über die Detailgenauigkeit und Schärfe des Bildes. Eine dpi-Einstellung von mindestens 1.200 ist ausreichend, um ein gutes Scanergebnis zu erzielen. Wird ein höherer Wert gewählt, steigert das die Qualität des Scans, allerdings verbraucht die Datei proportional mehr Speicherplatz. Wer ein Foto nach dem Scanvorgang digital bearbeiten möchte, der sollte trotzdem eine höhere dpi-Anzahl wählen, um Qualitätsverluste zu vermeiden. Häufig bietet die Software eines handelsüblichen Scanners noch weitere Optionen zur Auswahl, beispielsweise das Entfernen von Kratzern und Verunreinigungen. Dies kann bei älteren und schlecht erhaltenen Fotos ratsam sein, um ein optimales Resultat zu erzielen. Häufig ist auch ein Programm zur Modifikation der Scans enthalten, mit dem man sie in ein Platz sparendes Format komprimieren kann.

Zum Digitalisieren von Dias oder Negativen kann ein Flachbildscanner nur dann genutzt werden, wenn ein spezieller Durchlichtaufsatz integriert ist, um das Bildmaterial zuzuführen. Alternativ gibt es Geräte, die ausschließlich für das Abtasten von Negativen und Dias bestimmt sind. Diese bieten eine Auflösung von bis zu 3.600 dpi, hochwertigere Geräte schaffen auch Auflösungen bis 7.200 dpi. Durch Korrektureinstellungen können auch hier Staubpartikel und Kratzer während des Scanvorgangs entfernt werden, um die Qualität der ausgegebenen Datei zu verbessern. Für große Dia-Sammlungen verwendet man Idealerweise einen Scanner, der Dia-Magazine verarbeiten kann. Dieser funktioniert nach demselben Prinzip wie ein Projektor und führt die Bilder selbstständig zu.

Will man nur wenige Fotografien digitalisieren, lohnt sich die Anschaffung eines entsprechenden Gerätes unter Umständen nicht. Mittlerweile bieten jedoch auch Foto-Fachgeschäfte ihren Kunden die Digitalisierung alter Bilder, Dias oder Negative zu günstigen Preisen an - das spart Zeit und Geld.

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